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Herzlich willkommen im Lungenzentrum Süd-West

Die Waldburg-Zeil Kliniken haben im Januar 2015 das Lungenzentrum Süd-West gegründet. Es vereint die Kliniken für Pneumologie, Thoraxchirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin sowie Pädiatrische Pneumologie und Allergologie der Fachkliniken Wangen. In diesem interdisziplinären Zentrum für Lungenerkrankungen finden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Unterstützung - wie sie so umfassend in Südwestdeutschland sonst nicht zu finden ist.
Die Spezialisten der verschiedenen Fachbereiche arbeiten eng zusammen und stellen so sicher, dass der Patient zu jedem Zeitpunkt von dem passenden, für sein Krankheitsbild ausgebildeten Experten behandelt wird. Darüber hinaus gibt es eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den niedergelassenen Spezialisten, wie Pneumologen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Radiologen und Pathologen, zum Beispiel in Form von wöchentlichen Tumorkonferenzen oder über Videokonferenzen.   
  
 
Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden kompetent behandelt   
  
Eine zusätzliche spezielle kinderradiologische Kompetenz wird durch die Kooperation mit Spezialisten aus der Hauner´schen Kinderklinik in München gewährleistet. „Hier in den Fachkliniken Wangen finden Patienten maßgeschneiderte, individuelle Diagnostik- und Behandlungskonzepte“, so Harald Becker, Krankenhausdirektor. „Unsere Spezialisten behandeln sowohl ambulant als auch stationär nach neuesten Erkenntnissen und Leitlinien mit modernsten Verfahren und Geräten“.   
  
Lungenerkrankungen nehmen zu – und werden unterschätzt. Die häufigsten sind Volkskrankheiten, wie Asthma Bronchiale, die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Lungenkrebs und infektiöse Lungenerkrankungen, wie zum Beispiel die Lungen- oder Rippfellentzündung. Es gibt aber auch seltenere Erkrankungen wie Mukoviszidose, Lungenhochdruck und interstitielle Lungenerkrankungen, die in den Bereich der Pneumologie fallen. Auch Atemstillstände während des Schlafs macht immer mehr Menschen Probleme, die Tuberkulose nimmt weltweit wieder zu und sorgt mit multiresistenten Keimen für zunehmende Probleme.   
  
 
2020 zählen Lungenerkrankungen zu den besonders häufigen Todesursachen   
  
12 Prozent aller Todesursachen gehen bereits auf Lungenerkrankungen zurück und der Anteil steigt. Lungenerkrankungen wie Lungenkrebs, infektiöse Lungenerkrankungen und COPD sowie Emphyseme werden im Jahr 2020 die dritthäufigste Todesursache sein. Aber auch alle anderen Lungenerkrankungen werden durch bessere Diagnostik, aufmerksamere Ärzte, Umwelteinflüsse und Therapieoptionen in Zukunft zunehmen.  
„Ein Grund für die Zunahme der Schwere der Lungenerkrankungen ist, dass die Menschen trotz zunehmender Beschwerden häufig lange Zeit nicht zum Arzt oder zum Spezialisten gehen“, fasst Prof. Christian Kähler seine Erfahrungen zusammen. Auch chronisch anhaltender Husten und Atemnot unter Belastung sind bereits Krankheitssymptome, die von niedergelassenen und wenn nötig nachfolgend spezialisierten Zentren abgeklärt werden müssen. „Frühdiagnose ist das beste Rezept neben der Vermeidung von Risikofaktoren“, so Kähler.   
  
 
Rauchen bleibt gefährlich   
  
Rauchen ist immer noch das Problem Nummer 1 - Die gesellschaftlichen Einschränkungen bei der Raucherprävention der letzten Jahre reichen noch nicht aus und vor allem in der Aufklärung im Jugendbereich ist noch viel in der Zukunft möglich. Vermutlich ließe sich die Hälfte der gesundheitspolitischen Kosten sparen, wenn das Rauchen massiv zurückginge. Aber auch die zunehmende Feinstaubbelastung und die Anwendung von Nanopartikel sind hier ein nicht zu vernachlässigendes Thema. Das “Weißbuch Lunge 2014“ der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie geht von Gesundheitskosten von 15 Milliarden Euro jährlich für Atemwegs- und Lungenerkrankungen aus.   
  
 
Individualisierte und fachspezifische Behandlung   
  
Die Untersuchungsmethoden und Behandlungsoptionen bei Lungenerkrankungen haben sich in den letzten Jahren stark verbessert, erläutert Kähler. „Wir können beinahe von einer Revolution in der Pneumologie sprechen.“ Die Pneumologie in ihrer Gesamtheit begibt sich endlich auf ein Niveau mit anderen internistischen Erkrankungen wie, zum Beispiel aus dem Gebiet der Kardiologie. Es gibt bereits jetzt wirksamere Medikamente mit weniger Nebenwirkungen, neue Therapieansätze inklusive physiotherapeutischer Maßnahmen und verbesserte Atemhilfen. „ Wir können Menschen heute, besser und individualisierter helfen“, so der Chefarzt der Pneumologischen Klinik in Wangen. Auch Menschen, die an seltenen Lungenerkrankungen oder sogenannten “Waisenerkrankungen“ leiden, brauchen eine kompetente fachärztliche Hilfe. Deswegen entstehen einige wenige Spezialzentren, die besondere Untersuchungen und Therapien durchführen können wie sie am neuen Lungenzentrum in Wangen angeboten werden.   
  
 
Welche Neuerungen/Veränderungen entstehen durch das Lungenzentrum?   
  
Durch den Zusammenschluss der Pneumologischen Klinik, der Thoraxchirurgie, der Intensivmedizin und Anästhesie sowie der Klinik für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie unter einem gemeinsamen Dach entsteht in Wangen ein LUNGENZENTRUM auf höchstem Niveau. Die Patienten kommen bereits jetzt aus Baden-Württemberg und Westbayern in dieses Zentrum mit seinen Fachkliniken, zur ambulanten wie stationären Behandlung. Durch die weitere Etablierung von interdisziplinären Spezialbereichen wird unser Angebot noch erweitert werden, so dass am LUNGENZENTRUM den Patienten eine höchstspezialisierte Versorgung auf universitärem Niveau angeboten werden kann.   
  
Das LUNGENZENTRUM ist mit niedergelassen Ärzten, vor allem niedergelassenen Lungenfachärzten, aber auch mit Onkologen, Kardiologen, Allgemeinmedizinern, Strahlentherapeuten, Neurologen oder Radiologen und mit anderen Kliniken eng vernetzt und stellt ausschließlich den Patienten in den Mittelpunkt. Interaktive und interdisziplinäre Besprechungen zwischen niedergelassenen Spezialisten und den Fachkliniken werden hier weiter ausgebaut werden.   
  
Der Austausch innerhalb eines “kompetenten“ Behandlungsteams am LUNGENZENTRUM, dass aus vielen verschiedenen Berufsgruppen (Ärzte, Pflegepersonal, Atemtherapeuten, etc.) besteht, stellt ein wesentliches Kriterium dar. Zum Team des LUNGENZENTRUMS zählen aber auch ausdrücklich die niedergelassenen Ärzte, deren Schulterschluss die einzelnen Kliniken erst zum Zentrum für Patienten mit Lungenerkrankungen macht.
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