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Häufige Fragen zu Schlafstörungen

In der Medizinischen Klinik behandeln wir Patienten mit Cheyne-Stokes Atmung, Schlafapnoe, periodische Beinbewegungen, Insomnie, das heißt Schlaflosigkeit.
In unserem Schlaflabor auf der Station 2 untersuchen wir Schlafstörungen und schlafbezogene Atemstörungen. Uns steht eine Vielzahl von Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Unser Schlaflabor ist von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) akkreditiert.   
  
 
Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Fragen zum Thema Schlafstörungen und Schlaflabor.   
  
 
Wann muss ich zum Arzt, wenn ich nachts nicht schlafen kann?   
  
Der Nachtschlaf ist dazu da, dass er uns für den nächsten Tag fit macht. Sollten ihre Schlafstörungen dazu führen, dass sie ihren Alltag nicht bewältigen können und länger als 1 Monat bestehen, sollten sie ärztlichen Rat einholen.   
  
 
Reicht es nicht aus, ein Schlafmittel zu nehmen?   
  
Grundlage einer Therapie ist immer eine genaue Diagnose, dies sollte auch bei Schlafstörungen die Regel sein.   
  
 
Welche Ursachen können Schlafstörungen haben?   
  
Die Schlafmedizin kennt über 80 Ursachen für einen nicht-erholsamen Schlaf. Dabei können Schlafstörungen als Folge anderer Erkrankungen auftreten, z. B. bei Herz- oder Lungenerkrankungen oder auch beim M. Parkinson oder im Rahmen von Depressionen.  
Andererseits können Schlafstörungen auch Folge von Erkrankungen sein, die nur im Schlaf auftreten, die zahlenmäßig häufigsten Ursachen sind schlafbezogene Atemstörungen und nächtliche Bewegungsstörungen.   
  
 
Was kann man für einen gesunden Schlaf selbst tun?   
  
Der Wechsel von Wach und Schlaf funktioniert über einen Mechanismus, der als innere Uhr bezeichnet wird. Damit diese innere Uhr richtig tickt, sind regelmäßige Einschlaf- und Aufstehzeiten notwendig, um richtig zu ticken, ist die innere Uhr auch auf Tageslicht angewiesen. Große Mahlzeiten und Nikotinkonsum kurz vor dem Schlaf stören.   
  
Alkohol ist entgegen landläufiger Meinung kein Schlafmittel, sondern stört den Schlaf.   
  
 
Wie gefährlich ist Schlafapnoe also das Aussetzen des Atem?   
  
Eine Atempause im Schlaf entsteht in der Regel durch ein Zusammenfallen der Schlundmuskulatur, dies kann komplett oder auch nur teilweise sein.   
  
Die mit der Atembehinderung verbundene Stressreaktion und Schlafunterbrechung führt zum einen häufig zu einem nicht-erholsamen Schlaf mit Tagesschläfrigkeit und erhöhter Unfallgefährdung, daneben wird dadurch das Risiko für einen Bluthochdruck, für einen tödlichen Herzinfarkt oder Schlafanfälle deutlich erhöht.   
  
 
Was passiert, wenn man sich nicht behandeln lässt?   
  
Das Risiko für die vorgenannten Erkrankungen oder Gefährdungen nimmt zu, die geistige Leistungsfähigkeit kann abnehmen.   
  
 
Zu welchem Arzt sollte ich gehen, wenn bei mir möglicherweise eine Atemstörung im Schlaf vorliegt?   
  
Ihr erster Ansprechpartner ist der Hausarzt. Dieser kann sie hinsichtlich des gesunden Schlafes beraten z. B., dass Alkohol die Schlafapnoe verstärkt.   
  
Er wird sie bei begründetem Verdacht an einen Kollegen/Kollegin überweisen, der in der Lage ist, die Atmung in der Nacht während ihres Schlafes aufzuzeichnen. Sollte sich hierbei ein krankhafter Befund zeigen, erfolgt die Überweisung in ein Schlaflabor.   
  
 
Wie läut die Behandlung in einem Schlaflabor ab?   
  
Das Schlaflabor ist dazu da, abzuklären, weshalb der Schlaf nicht erholsam ist. Der Patient wird deshalb zunächst darüber informiert, wie der Schlaf gemessen wird.  
Die Messmethode, mit der Schlaf gemessen wird, heißt Polysomnographie.  
Die Polysomnographie wird am nächsten Tag ausgewertet, das Ergebnis wird mit ihnen besprochen und dann kann die notwendige Therapie eingeleitet werden.  
Sollte aber aufgrund des ambulanten Vorbefundes schon eine klare Diagnose bestehen, erfolgt z. B. bei Bestehen einer Atemstörung im Schlaf schon in der 1. Nacht die Einleitung der entsprechenden Therapie unter polysomnographischer Kontrolle.   
  
 
Wer sollte in einem Schlaflabor untersucht werden?   
  
Das Schlaflabor ist dazu da, Patienten zu untersuchen, die über einen nicht-erholsamen Schlaf klagen oder bei denen Hinweise dafür bestehen, dass es entweder im Schlaf zur eigenen Gefährdung oder zu Gefährdung von anderen kommt.   
  
 
Warum wird ein EEG gemacht?   
  
Das Wort EEG bedeutet Elektroenzephalogramm. Durch die Anbringung von kleinen Klebeelektroden an bestimmten Stellen des Schädels kann man die Aktivität der Nervenzellen im Gehirn sichtbar machen.  
Die Beurteilung diese Aktivität erlaubt dem Schlafmediziner die Unterscheidung der verschiedenen Schlafstadien – Wach, leichter Schlaf, tiefer Schaf oder Traumschlaf.   
  
 
Warum werden meine Augenbewegungen untersucht?   
  
Nur im Wach und im Traumschlaf werden schnelle Augenbewegungen beobachtet. Die Augenmuskeln sind neben dem Zwerchfell die einzigen quergestreiften Muskeln des Körpers, die noch aktiv sind. Augenbewegungen sind deshalb wichtig zur Erkennung der Traumschlafphasen.   
  
Um die Augenbewegungen zu erfassen, werden kleine Klebeelektroden rechts und links vom äußeren Augenwinkel angebracht.   
  
 
Warum werden Muskeln überwacht?   
  
Klebeelektroden zur Überwachung der Muskulatur werden am Kinn und an den Außenseiten beider Unterschenkel angebracht.  
Die Spannung der Muskulatur nimmt im Schlaf ab zu erreicht im Traumschlaf den niedrigsten Wert.   
  
Die Aktivität der Muskeln hilft uns deshalb zusammen mit dem EEG und den Augenbewegungen Traumschlaf sicher zu erkennen. Die Registrierung der Bewegungen der Beinmuskulatur erlauben uns, periodische Beinbewegungen, im Volksmund als „Zappelbeine“ zu erkennen. Periodische Beinbewegungen im Schlaf können nachhaltig den Schlaf stören, ohne dass bei Untersuchungen am Tage ein krankhafter Befund erhoben werden kann.   
  
Über etwa 0,5 cm lange und im Durchmesser 3 mm betragende Plastikschläuche in der Nase wird gemessen, ob der Weg der Luft über Nase, Mund und Schlund in die Luftröhre ungestört verlaufen kann.   
  
Hierüber dokumentieren wir auch Schnarchen. Zusätzlich ist im Zimmer in Mikrofon installiert, welches das Schnarchen hörbar macht und auch andere Geräusche im Schlaf wie Sprechen im Schlaf hörbar macht.   
  
 
Wie werden die Ergebnisse ausgewertet?   
  
Die aufgenommenen Daten werden am nächsten Morgen von den Mitarbeitern des Schlaflabors ausgewertet. Zunächst werden die Hirnstromkurven und die Kurven der Augenbewegungen und der Muskulatur in 30-sekündigem Abstand betrachtet und für jede dieser Abschnitte, die als Epochen bezeichnet werden, wird ein Schlafstadium also Wach, leichter Schlaf, tiefer Schlaf oder Traumschlaf vergeben.  
Auf diese Weise erhält man eine Information über die Schlafarchitektur. Anschließend erfolgt die Bewertung der Atmung bzw. der Bewegungen im Schlaf.   
  
 
Wie wird Schlafapnoe behandelt?   
  
Ziel jeder Art von Behandlung der Schlafapnoe ist es, den Atemweg in der Nacht offen zu halten. Liegt bei Kindern eine Atemstörung im Schlaf vor, ist ein Vorgehen, welches die Zusammenarbeit von Kinderarzt, Schlafmediziner, HN0-Arzt und Kieferorthopäden erfordert, notwendig.   
  
Auch bei der Behandlung der Schlafapnoe bei Erwachsenen ist die Zusammenarbeit von Hausarzt, Schlafmediziner und ggf. anderen Fachärzten wie HN0-Arzt, Kiefergesichtschirurg oder Zahnarzt notwendig.   
  
Je nach Schweregrad der Atemstörung im Schlaf kann dies entweder durch Hilfsmittel, die das Schlafen in strenger Seitlagerung garantieren erfolgen oder beim Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen durch eine Schiene, die vom einem spezialisierten Zahnarzt angefertigt werden muß, um den Unterkiefer im Vergleich zum Oberkiefer etwas nach vorne zu schieben.   
  
Die Standardbehandlung der schlafbezogenen Atemstörung ist für alle Patienten, die bedeutsam tagesschläfrig sind oder die kardiale Erkrankungen wie arterielle Hypertonie, koronare Herzerkrankung oder Herzinfarkt bzw. einen Schlaganfall durchgemacht haben die CPAP-Therapie.   
  
Die Abkürzung CPAP steht für Continuous Positive Airway Pressure, auf deutsch: gleichmäßiger Atemwegsüberdruck. Der Überdruck wird von einer Turbine erzeugt, der Luftstrom über einen Schlauch und eine Maske, in der Regel eine Maske, die die Nase abdeckt, in den Atemweg des Patienten geleitet und wirkt dort als „Keil“ der die Atemwege unabhängig von der Lage des Patienten und unabhängig, in welchem Schlafstadium sich der Patient befindet, offen hält.   
  
 
Wo bekomme ich das Therapiegerät?   
  
Die CPAP-Therapie muß im Schlaflabor entsprechend den Bedürfnissen des Patienten eingestellt werden. Der notwendige Druck muß exakt eingestellt werden, da ein Zuviel oder ein Zuwenig dem Patienten entweder nicht hilft oder zu Nebenwirkungen führt. Das Gerät, das im Schlaflabor zur Therapieeinstellung genommen wird, nimmt der Patient mit nach Hause, es ist „sein“ Therapiegerät.   
  
 
Muss ich das Therapiegerät und die Dienstleistung für meine Versorgung selbst bezahlen?   
  
Die Behandlung der schlafbezogenen Atemstörung ist eine Behandlung, die auf Kosten der Krankenkasse erfolgt, diese übernimmt die Kosten, die im Schlaflabor entstehen und auch die Kosten des Therapiegerätes.   
  
 
Kann man mit einer Maske im Gesicht überhaupt schlafen?   
  
Das Ziel der Therapie ist, dass der Patient wieder zu einem erholsamen Nachtschlaf kommt und es ist erstaunlich, dass die Überzahl der Patienten im Schlaflabor trotz der ungewohnten Umgebung und trotz der Messapparatur gut schläft und häufig schon nach einer oder zwei Nächten über einen deutlich erholsameren Schlaf als von daheim gewohnt berichten.   
  
Können bei der Therapie Nebenwirkungen auftreten?   
  
Wie bei jeder Therapie kann es auch Nebenwirkungen geben. Die Nasenmaske muss sorgfältig angepasst werden, sie kann drücken oder kann auch undicht sein, dies ist zu beheben.  
Bedingt durch den positiven Überdruck muss die Nase mehr Luft als gewohnt befeuchten, dies kann dazu führen, dass die Nase in der Nacht zuschwillt, besonders dann, wenn der Patient in einem zu kalten Raum schläft. Vorbeugende Nasen-Sprays, Einbau eines Warmluftbefeuchters oder eine Erhöhung der Zimmertemperatur können diese Probleme lösen. Ernsthafte Probleme bedingt durch die CPAP-Therapie entstehen in aller Regel nicht.   
  
Muss man das Gerät jede Nacht nutzen?   
  
Sie haben richtig verstanden, das CPAP-Gerät ist ein Hilfsmittel. Falls sie Brillenträger sind, werden sie auch ihre Brille jeden Tag tragen und nicht im Wochenende im Brillenetui belassen. Genau so verhält es sich mit der CPAP-Therapie.   
  
 
An wen kann man sich bei Problemen während der Therapie wenden?   
  
Wenn der Patient aus dem Schlaflabor entlassen wird, wird der darüber informiert, dass er sich bei Problemen mit der Maske oder dem Gerät an den Geräteversorger – die entsprechende Telefon-Nummer ist auf dem Gerät sichtbar – wenden kann. Sollte sich ein ungenügender Effekt der Therapie oder Nebenwirkungen der Therapie zeigen, sollte sich der Patient über seinen Hausarzt an den niedergelassenen Schlafmediziner wenden.  
Falls dieser das Problem nicht beheben kann, wird er den Patienten erneut ins Schlaflabor überweisen.   
  
 
Wer kümmert sich um die Reparatur und Wartung des Gerätes?   
  
Siehe oben.   
  
 
Ich schnarche ab und zu, leide ich deshalb an Schlafapnoe?   
  
Diese Frage ist nur durch eine ambulante Messung der Atemtätigkeit in der Nacht zu klären.   
  
 
Was kann ich tun, um einer Schlafapnoe vorzubeugen?   
  
Durch eine Gewichtszunahme von z. B. 10 Prozent steigt das Risiko für eine obstruktive Schlafapnoe um den Faktor 6. Eine Gewichtsabnahme von 10-20 Prozent führt dazu, dass die Zahl der Atemstörungen etwa um die Hälfte abnimmt.  
Alkoholkonsum verstärkt ebenso wie Nikotinkonsum die Schlafapnoe.   
  
 
Was bedeutet Schlafhygiene?   
  
Um die innere Uhr zu unterstützen sind, wie schon ausgeführt, regelmäßige Bettgehzeiten und Aufstehzeiten notwendig, ferner sollten überlange Bettliegezeiten vermieden werden. Der Grund hierfür ist, dass jeder einen unterschiedlichen Schlafbedarf als auch eine unterschiedliche Schlafdauer pro Nacht aufweist. Längeres im Bett liegen kann deshalb dazu führen, dass das Gefühl „ich kann nicht schlafen“ entsteht, obwohl der Schlaf gemessen an den eigenen Bedürfnissen ausreichend lang ist.   
  
 
Gibt es auch ein Zuviel an Melatonin in der Nacht?  
Was ist Melatonin?
  
  
Melantonin ist ein Botenstoff im Körper, der in der Hirnanhangsdrüse gebildet wird. Melantonin bringt jeder Zelle unseres Körpers die Botschaft, welche Aufgabe sie bei einsetzender Dunkelheit nachkommen muss. Das typische menschliche Verhalten bei Dunkelheit ist Schlaf.   
  
Im Gegensatz dazu bringt Melantonin bei einer Eule die Botschaft, "jede Zelle sei aktiv und gehe zur Jagd".   
  
  
  
Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an:   
  
Dr. Heribert Knape  
Am Vogelherd 14 - 88239 Wangen/Allgäu  
Telefon +49 (0) 7522 797-0  
Fax +49 (0) 7522 797-1110  
info@fachkliniken-wangen.de   
  
Einen Termin in unserem Schlaflabor können Sie hier vereinbaren.   
  
 
Die wichtigsten Fragen zum Thema Schlafstörungen und Schlaflabor finden Sie hier als PDF zum Download.   
  

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